Kinderwunsch: Acht Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Kinderwunsch: Acht Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Du möchtest schwanger werden? Dann solltest Du unbedingt die folgenden Faktoren beachten:

1. Gesund und Krankheitsfrei 
Zahlreiche Erkrankungen können die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen, dazu gehören z. B. Geschlechtskrankheiten, Infektionskrankheiten sowie Stoffwechselerkrankungen. So wirkt sich eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion negativ auf die weibliche Fertilität aus, da die Schilddrüsen- und Sexualhormone durch einen Regelkreis verbunden sind. Auch ein vollständiger Impfschutz ist sehr wichtig. Häufig sind nicht alle nötigen Impfungen vorhanden bzw. müssen aufgefrischt werden. Zum Beispiel eine Rötelerkrankung kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen des Babys führen. Aus diesem Grund solltest Du Deinen Impfschutz überprüfen lassen. Doch nicht nur die Frauen sollten auf ihre Gesundheit achten und sich regelmässig durchchecken lassen, auch verschiedene Krankheiten bei Männern beeinflussen die Qualität der Samenzellen (wie z. B. Diabetes) und sollten behandelt werden.

2. Lass Dich nicht unter Druck setzen
Der Wunsch nach einem Baby ist sehr oft verbunden mit psychischem Druck, vor allem dann, wenn die erhoffte Schwangerschaft auf sich warten lässt. Unzufriedenheit und Beziehungsstress sind die Folge. Das wiederum hat Auswirkungen auf die sexuelle Lust und Fruchtbarkeit beider Geschlechter. Zusätzlichen Druck löst das soziale Umfeld aus (wie Grosseltern, Freunde oder Nachbarn, die auf den ersehnten Nachwuchs warten). Befreie Dich von solchen Einflüssen und weihe andere erst gar nicht in Deine Nachwuchspläne ein. Verwandte und Freunde erfahren schon früh genug wann es wirklich so weit ist.

3. Vermeide Stress
Dass Stress nicht gesund ist weiss mittlerweile jeder. Aber dass körperlicher sowie seelischer Stress gerade bei Kinderwunsch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, ist vielen nicht wirklich bewusst. Dabei wird durch Stress die Abgabe des Hormons Prolaktin gefördert, welches die männliche Samenproduktion hemmt und den weiblichen Zyklus und Hormonhaushalt beeinflusst. Ebenfalls sind zu hohe körperliche und psychische Belastungen schlecht bei Kinderwunsch. Gönnt Euch also Ruhepausen und nehmt Euch eine Auszeit vom Alltag. Empfehlenswert sind Entspannungstechniken wie z. B. Yoga oder Autogenes Training.

4. Gesunde Ernährung und Sport in Grenzen
Du solltest nicht erst in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung achten, sondern schon bei dem Wunsch nach einem Baby. Denn eine einseitige Ernährung bringt den Hormonhaushalt durcheinander und schadet der Fruchtbarkeit. Dies gilt übrigens für beide Partner. Ebenso negativ äussert sich Übergewicht auf den Kinderwunsch. Aus diesem Grund ist auch regelmässige Bewegung (am besten an der frischen Luft) zu empfehlen. Die Bewegung bringt Deinen Kreislauf auf Trab, begünstigt die Fertilität und senkt das Stressniveau. Aber aufgepasst, wer es übertreibt und allzu grossen Ehrgeiz aufweist oder Leistungssport betreibt, bewirkt genau das Gegenteil und sorgt für einen Stressaufbau. Leichte Sportarten wie Radfahren oder Laufen, verbunden mit ausreichend Erholungsphasen sorgen für das Gleichgewicht.

5. Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu
Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein sollten bei bestehendem Kinderwunsch von beiden Geschlechtern gemieden werden. Alkohol senkt bei Männern die Spermienproduktion sowie deren Qualität und Schnelligkeit, bei Frauen verzögert er das Reifen von Eizellen. Nikotin und Koffein schränken ebenfalls bei beiden Partnern die Fruchtbarkeit ein.

6. Der Mix macht´s - Wechselspiel aus Sex und Enthaltsamkeit
Zu seltener Geschlechtsverkehr ist genauso schlecht wie zu häufiger, da sich durch beide Gegensätze die Spermienanzahl verringert. Daher ist eine kurze Enthaltsamkeit von zwei bis drei Tagen am besten.

7. Optimales Scheidenmilieu
Damit es die Spermien auch bis in die Gebärmutter schaffen, ist ein natürliches Umfeld in der Scheide sehr wichtig. Deshalb solltest Du auf alles, was das Scheidenklima verändern könnte, verzichten (wie z. B. Gleitmittel, Intimsprays, Spülungen, etc.).

8. „Eierwärmer“ beeinträchtigen die Spermienqualität
Auch Männer können einiges dafür tun, die Chancen auf das Wunschkind zu erhöhen. Kontraproduktiv für die Fruchtbarkeit der Männer sind z. B. Sitzheizungen im Auto, lange Saunagänge oder ausgedehnte heisse Bäder. Diese hohen Temperaturen im Hoden stören die Samenproduktion und -beweglichkeit. Gut sind dagegen lockere Jeans und Boxershorts, da sie für die optimale Belüftung im Schritt sorgen.

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